BudgetScout
Krankenhäuser stehen in Deutschland vielfach vor der Frage, wie sie ihr Leistungsgeschehen im DRG-System steuern können. Die Einführung der Kostenträgerrechnung zur Identifizierung der Leistungen, die mit positivem Deckungsbeitrag, kostendeckend oder mit einer Unterdeckung erbracht werden, scheitert bei vielen Krankenhäusern an den hierfür nicht vorhandenen Ressourcen. Hinzu kommt, dass aus den Erkenntnissen der Kostenträgerrechnung kaum Handlungsstrategien entwickelt werden können. So kann das einzelne Krankenhaus weder Preise bzw. Preisanpassungen für die von ihm zu erbringenden Leistungen selbst verhandeln, noch bestehen in der Regel nennenswerte Einflussmöglichkeiten auf das Leistungsportfolio, da durch den Versorgungsauftrag hier enge Grenzen gesetzt werden (defizitäre Leistungen können in aller Regel nicht aus dem Leistungsportfolio gestrichen werden!). Einzig auf die Art der Leistungserbringung hat das Krankenhaus im Rahmen des DRG-Systems einen gewissen Einfluss, in dem es versucht, den einzelnen Behandlungsfall kostendeckend(er) zu erbringen. So verwundert es nicht, dass Krankenhäuser ihre Leistungserbringung i. d. R. nicht daraufhin überprüfen, ob die einzelne Leistung tatsächlich kostendeckend erbracht wird. Dennoch brauchen auch Krankenhäuser Informationen zur Wirtschaftlichkeit der Leistungserbringung, um so Handlungsalternativen innerhalb der gegebenen Rahmenbedingungen zu entwickeln.
Was auf der Fallebene aufwendig ist, funktioniert auf einer höheren Aggregationsebene einfacher. Hier bietet sich die Ermittlung von Vergleichskosten aus der eigenen Leistung (Art und Menge) und den DRG-Kalkulationswerten an, die man anschließend ins Verhältnis zu den Ist-Kosten aus der Finanzbuchhaltung setzt.
Hilfe hierzu gibt das von uns entwickelte Programm BudgetScout. Es ermittelt aus den § 21-Daten in Verbindung mit den InEK-Kalkulationsdaten ein Sollbudget, das zu den Kostendaten aus der Finanzbuchhaltung in Beziehung gesetzt werden kann. Zur dahinterstehenden Systematik verweisen wir auf einen Artikel in der Zeitschrift „Krankenhaus Umschau, Heft 5 / 2010, Seite 46 ff., der in unserem Downloadbereich heruntergeladen werden kann.
Clou von „BudgetScout“ ist die sachgerechte Zuordnung der internen Verlegung. Hier wird für jeden Einzelfall die Hauptleistung der DRG verursachungsgerecht der erbringenden Fachabteilung zugeordnet. Die Differenzleistung wird anteilmäßig, ggf. korrigiert um die durchschnittliche Fallschwere, auf alle an der Behandlung beteiligten Fachabteilungen aufgeteilt. So können Sollkosten für die einzelnen Fachabteilungen im Krankenhaus gebildet werden, die dann zur Entwicklung von Abteilungsbudgets oder zur Analyse der Wirtschaftlichkeit einzelner Abteilungen, Bereiche etc. im Krankenhaus herangezogen werden können.
Wir setzen das Programm in der Beratung ein. Es besteht aber auch die Möglichkeit, eine Lizenz zum Einsatz von BudgetScout in Ihrem Krankenhaus zu erwerben.
Empfohlene Systemvoraussetzungen:
Prozessor 2 GHz, 2 GB RAM, Internetanschluss zum Download der DRG Report-Browser
Windows XP SP3 oder höher, MS Office Access 2003, MS Office Excel 2003
BudgetScout – Ausgewählte Screenshots:
Weitere Informationen zu den Möglichkeiten von BudgetScout finden Sie in der Programmhilfe. Diese können Sie ebenfalls aus unserem Downloadbereich herunterladen.
Haben wir Ihr Interesse an BudgetScout geweckt, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.
